Überleben im Isaan (Wenn der Strom ausfällt...)

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KoratCat
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Überleben im Isaan (Wenn der Strom ausfällt...)

Beitragvon KoratCat » 20. Okt 2015, 10:02

Wie man sich auf normales Unvorherzusehendes optimal vorbereiten kann, und nicht nur in Notsituationen hilfreiche Anlagen und Geräte "für den Fall der Fälle" installieren und einsatzbereit halten muss, sondern sie in sein Leben hier integriert, so dass Notsituationen nur minimale Ausnahmezustände werden.

1. Notlicht ( Laterne)

Stromausfälle bei Stürmen und Hochwasser etc. sind hier leider nur allzu häufig. Kerzenlicht als vorübergehender Ersatz mag romantisch sein, davon ausgehende Brandgefahr sollte man aber nicht unterschätzen. Taschenlampen und auch ausreichend Batterien für den Notfall bereithalten oder stets aufgeladen halten ist eine gute Maßnahme. Die heutige LED-Technologie ermöglicht es auch, extrem viel und das letzte aus Batterien herauszuholen, sowie den Batterieverbrauch gering zu halten.

Sich an eine Taschenlampe klammern und möglichst viel um sich herum im Wahrnehmungsbereich beleuchten, ist jedoch nicht jedermanns Sache. Vielmehr habe ich die Petroleumleuchte im Kopf, die der Wachmann bei seinem Rundgang hängend in der Hand hält. Petroleumlampen sind aber nicht weniger gefährlich als Kerzen, abgesehen vom Gestank des Petroleums.

Was ich beim Surfen im Internet entdeckt, bestellt und selbst ausprobiert habe, und hier zur Anschaffung empfehlen möchte, ist eine LED-Leuchte etwa in der Art der Petroleumleuchte.

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Sie hat 12 LEDs, jeweils 4 nach drei Seiten, lichtverstärkende und streuende Reflektoren, wird mit drei Mignon-Batterien (AA, R6) betrieben, hat einen Dimmer, mit dem man die Lichstärke stufenlos einstellen kann, leuchtet mit Lichttemperatur 'kaltweiß" recht hell rundum, kann aufgehängt, (am kleinen Finger hängend) getragen oder gestellt werden, ist federleicht (mit Batterien ca. 200 Gramm), einigermaßen robust (arbeitet trotz mehrmaligen Hinwerfens immer noch) und kostet ohne Batterien etwa 150 bis 200 Baht einschl. Versand.

http://www.ebay.com/itm/Hotsell-LED-Hiking-Sailing-Bivouac-Camping-Lantern-Light-Lamp-Compass-EP98-/111408279019

Den eingelassenen Kompass braucht man zwar selten bis gar nicht, aber er schadet auch nicht. Es ist m. E. eine Universallampe, wie sie im Isaan in jedem Haus zur Standardausrüstung gehören sollte. Ist z. B. auch gut, wenn man sich abends in den Garten setzen möchte. Nicht jeder hat ja in seinem Garten Strom verlegt und Lampen installiert. (Zu dem Thema komme ich später noch mal!)

Der abendliche "Kontrollgang" wird mit solcher Ausrüstung zur entspannenden Gewohnheit, und für den Notfall muss man nicht zusätzlich Vorsorge treffen.


2. Notstromversorgung

Khonggon hat geschrieben:Wie wäre es mit einem Notstromaggregat, das man mittels Doppelstecker mit einer Steckdose im Haus verbindet, jedoch vorher die öffentliche Stromzufuhr kappt (Hauptsicherung aus) ?


a) kostet sehr viel in der Anschaffung, ist ein "Luxusartikel".

b) muss gewartet und für den wahrscheinlich eher seltenen Einsatzfall bereitgehalten werden. Mitunter ist es gerade dann nicht einsatzbereit, wenn die Not am Mann ist. Ein Mechaniker, der es dann schnell und mit der Taschenlampe repariert, ist nicht immer schnell auffindbar. Und es muss Treibstoff vorhanden sein...

Ich meinte eigentlich eher die kleinen Dinge des Alltagslebens für eine "optimale" Lebensweise, um die normalen unvorhersehbaren Notfälle besser meistern zu können.

Wer ein Auto, oder auch nur eine geladene Autobatterie, hat, kann sich mit notwendigem 220V-Wechselstrom über einen Wechselrichter (Inverter) versorgen. Das Teil leistet mir z. B. seit ca. 7 Jahren gute Dienste, und war mit THB 700 (im IT Plaza) auch nicht unerschwinglich. Es ist ein kleiner Ventilator zur Kühlung eingebaut. Bei zu hoher Stromaufnahme oder unzureichender Stromzufuhr greift eine autom. Sicherung ein, um Tiefentladung der Batterie etc. zu vermeiden.

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Es gibt auch wesentlich größere Geräte mit mehr Leistung. In der Garage habe ich auch noch einen kleinen mit 300 W, den man in die Zigarettenanzünderdose im Auto stöpselt.

Mit solchen Kombinationen (Auto bzw. Autobatterie + Inverter) kann man ohne große Investitionen und Wartungsaufwand vorübergehende Stromausfälle im Griff behalten und Geräte, die versorgt werden müssen, direkt anschließen. Eine Steh- oder Schreibtischlampe und ein Ventilator tun es einige Stunden nur mit einer Autobatterie.

Während Kühltruhe und Kühlschrank vom laufenden Automotor über Lichtmaschine und Wechselrichter (Inverter) mit dringend benötigtem Strom versorgt werden, damit deren Inhalt nicht auftaut und verdirbt, sowie Notebook- und Smartphone-Batterien wieder aufgeladen werden, kann man übrigens sein Mittagsschläfchen im klimatisierten Fahrgastraum machen, wenn man da entspannt reinpasst.

3. Parallele Beleuchtungssysteme (netzunabhängig)

Und zum Thema "überbrücken": man kann ja auch andere Systeme nebenher im Einsatz haben, die auch bei einem Stromausfall ganz normal weiterarbeiten und das Problem mindern: Solarlampen zum Beispiel. Die sind überhaupt nicht mehr teuer.

Zum Beispiel mal diese (mit PIR Bewegungssensor):

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Ich teste die schon seit einigen Monaten rund um mein Haus. Sie schaltet sich bei Dunkelheit von selbst ein und bei Licht wieder aus. Bei Sonnenlicht wird die Batterie geladen. Wenn jene geladen ist, brennt die Lampe die ganze Nacht mit gedämpftem Licht. Kommt jemand dem Sensor ca. 2,5 m. nahe, schaltet sie sich für 30 Sekunden voll an (16 LEDs). Ob die Batterie tagsüber für die ganze Nacht ausreichend geladen werden kann, hängt davon ab, wieviel direktes Sonnenlicht das Solarpanel bekommt.

Ist auch eine gute Abschreckung gegen Einbrecher, nicht nur wegen des permanenten Nachtlichts, sondern gerade wegen dem plötzlichen Aufleuchten, wenn jemand nahekommt.

Findet man bei eBay, wenn man nach "Solar Power Lamp Garden Path Wall PIR Motion Sensor Automatic Light Induction" sucht. Preise liegen mit Versand bei etwa 450 Baht, etwas billiger, wenn man bei Auktionen geschickt mitbietet.

Oder so eine:

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Die kommen jetzt langsam in den Rahmen des Erschwinglichen mit ca. 600 Baht incl. Versand bei Auktionen. Meine ist leider noch unterwegs, aber die Daten sind ermutigend. Hat drei AA-Batterien von je 1200 mAh, 16 LEDs und ein Solarpanel mit 6V/120mA. Müsste nach meiner Einschätzung tagsüber ausreichend aufladen, um die ganze Nacht hell zu brennen.

4. Taschenlampen

Mousemelk hat geschrieben:...wenn ich erst die Taschenlampe suchen muss.


Guter Punkt! Eine Taschenlampe gehört in die Tasche. Aber es war bisher ja so, das nicht mehr in die Tasche passte, was halbwegs leistungsfähig war.

Ich bin ganz fasziniert, was diese kleinen Lämpchen bringen:

Taschenlampe.JPG


Mit einem Schiebe-Zoom und Ein-Hand-Bedienung kann man den von einer leistungsstarken LED durch eine konvexe Glaslinse geworfenen Lichtkegel einstellen. Sollen max. 400 Lumen bringen. Gespeist werden sie entweder mit einer 1,5V-Mignon-Batterie (AA, R6) oder einer 3.7V 14500-Batterie. Sie leuchten sehr hell, so dass man auch eine Schlange im Rasen erkennen kann, leuchten mit fokussiertem Lichtkegel auch recht weit, und nutzen die Batterien voll aus. Meine wiegt 73 Gramm mit Batterie. Ich trag mich also nicht zu Tode daran. 9,6 cm lang, 2,6 cm Durchmesser. Sie hat drei Funktionen: starkes Licht, schwaches Licht, starkes blinkendes Licht (das kein Straßenköter in die Augen bekommen möchte). Die Verarbeitung ist gut, die Gewinde klemmen nicht und sie ist dicht. Material ist solider Aluminiumguss, nicht dünnes Blech oder Plastik, das keinen Schutz bietet, wenn eine Billigbatterie etwa infolge Tiefentladung (beim Vergessen des Ausschaltens der Lampe) auslaufen sollte oder dergleichen. Moderne Lampen haben jedoch meist einen Tiefentladungsschutz, der eingreift, falls die Batterie selbst keinen hat. Ob diese einen hat, ist nicht angegeben.

Sie kosten etwa 125 Baht ohne Batterie. Man suche auf eBay nach "CREE LED Flashlight Torch 7W 300LM Focus Zoomable Light Lamps AA / 14500"

thedi hat geschrieben:Meine Erfahrungen mit Solarlampen sind weniger ermutigend. Nicht wirklich hell, die Batterien hielten weniger als ein Jahr.


Die Helligkeit hängt stets von der Konstruktion bzw. Spannung und Stromaufnahme sowie Art und Zahl der LEDs ab.

Das mit der relativ geringen Haltbarkeit der mitgelieferten (qualitativ selten hochwertigen) Batterien hat mir jetzt auch mal jemand erklärt. Er sagte, man dürfe die Solarlampen keinesfalls direkt in Betrieb nehmen, sondern solle sie erst einige Tage der Sonne aussetzen, damit die Batterien vor Inbetriebnahme der Lampe voll geladen sind, weil sie sonst nie die volle Kapazitätsbreite ausnützen und schneller verschleissen würden (ähnlich dem sog. "Memory-Effekt"). Auch verschleissen Batterien, die nicht fuer hohe Temperaturen konstruiert sind, in der Tageshitze Thailands viel eher.

5. Batterien (wiederaufladbar)

Ausser dem Licht kann noch Vieles mehr bei einem Stromausfall vorübergehend mit Batterien betrieben und genutzt werden: Die Seifenoper kann die Mia mit einem batteriebetriebenen Taschenfernseher verfolgen; die Stille kann ein Transistorradio oder batteriebetriebener MP3-Spieler brechen etc. Ein Problemchen ist die Leistungsfähigkeit der Batterien. Bekanntlich ist ja nicht alles Gold, was glänzt, und die Angaben zur Ladungskapazität von Akkus sind häufig nicht nur ein bisschen übertrieben. Nach welcher Faustregel kann ich daher gehen, was die tatsächliche Kapazität betrifft? Schließlich will ich mich ja auf meine Batterien verlassen können. Nicht, dass sie nach nur kurzer Betriebsdauer schon leer sind!

Markenware soll da ja etwas zuverlässiger sein. In Thailand und beim Kauf übers Internet (von China z. B.) kann ich da jedoch auch nicht sicher sein, die tatsächlich zu bekommen. Grundregel: Keine "Schnäppchen" erwarten; was man für solche hält, kommt meist mit einem Pferdefuß! Geringere Ladungskapazität als angegeben, recycled mit geringer Lebensdauer bis hin zu explosionsgefährdet...

Die tatsächliche Kapazität eines Akkus messen ist ein komplizierterer Vorgang, der einem gewöhnlichen Verbraucher eigentlich nicht zugemutet werden kann. Als Faustregel kann das Gewicht dienen; denn heutige Akkus bestehen fast nur aus Metallen (Lithium z. B.). Es ist also selten so, dass die leichtere Batterie die bessere ist. Seriösere Anbieter im Internet geben deshalb neben den vom Hersteller behaupteten mAh (Milli-Ampeer-Stunden) auch stets das Einzelgewicht einer Batterie an. Wenn z. B. eine Mignon-Batterie (AA, R6) mit angegebenen 3.000 mAh weniger als 26g wiegt, sind Zweifel angebracht, dass sie tatsächlich der angegebenen Leistung nahekommt. Man kann dann schätzen, dass sie höchstens den verhältnismäßigen Teil der angegeben Leistung bringt, meist noch viel weniger. Einer Batterie mit 26 - 30g Gewicht kann man schon eher vertrauen, die angegebenen 3.000 mAh tatsächlich auch leisten zu können. Bei Akkus sollte man keine Schnäppchen erwarten; die haben fast immer einen Pferdefuß, meist in der tatsächlichen Ladungskapazität und/oder Lebensdauer!

Auch sollte man bei der Auswahl einer Batterie darauf achten, dass sie einen eigenen Überladungs- und Tiefentladungsschutz hat. "Intelligente" Ladegeräte sind zwar auch mit einem Überladungsschutz und moderne Taschenlampen und batteriebene Geräte mit einem Tiefentladungsschutz ausgestattet, aber "doppelt gemoppelt" hält bekanntlich besser!

Batterien, die längere Zeit nicht genutzt werden, sollte man mit halber Ladung und möglichst kühl lagern, um ihre Lebensdauer zu erhalten und Selbstentladung einzudämmen, aber selbstverständlich nicht im Kühlschrank mit Lebensmitteln.

Als zuverlässig hochgelobt werden die Sanyo/Panasonic Eneloop XX 2550mAh, die geladen gelagert 85 % des Stroms (der Ladung) ein Jahr lang halten sollen, sich also nur gering von selbst entladen. Auch sollen sie bis zu 500 Ladezyklen vertragen. Kosten allerdings ca. 600 - 800 THB für nen Viererpack. Sie kommen auch "vorgeladen", d. h. man muss sie nicht erst laden, bevor man sie einsetzen kann. Es soll da auch eine spezielle "Tropen-Edition" geben, die den hohen Temperaturen hier besser standhält. SONY CycleEnergy mit 2.500 mAh werden auch gelobt, sollen aber weniger Ladezyklen (nur 300) durchstehen.

Batterien mit geringeren Anforderungen an Ladungskapazität und Belastbarkeit wie Eneloop 2000 mAh stehen wesentlich mehr Ladezyklen durch. Das geht z. B. bei Eleloop lite (950 mAh bis zu 5000.

Die Batterieauswahl hängt deshalb auch wesentlich davon ab, für welchen Zweck man sie einsetzen möchte, ob sie für hohe Belastbarkeit, hohe Ladungskapazität oder viele Ladezyklen gebraucht wird.

6. Ladegeräte

Wer aufladbare Batterien verwendet und für Stromversorgung im Notfall bereithalten möchte, braucht ein Ladegerät, mit dem er die Batterien schonend und doch möglichst schnell wiederaufladen kann. Viele Ladegeräte werden in einem Pack mit einem Satz Batterien angeboten. Es handelt sich dabei jedoch stets um Ladegeräte, die nur für eine Batteriegröße bzw. -art eingesetzt werden können. Meist sind sie extrem einfach, entweder mit einem roten Licht für "Ladevorgang" oder auch mit einem grünen Licht für "Batterie geladen". Da sie als Automatik-Ladegeräte bezeichnet werden, denkt fast jeder, das sei die Lösung. Nicht angezeigt wird meist, ob auch jede einzelne der zwei oder vier Batterien richtig eingesetzt ist, Kontakt hat und tatsächlich geladen wird, oder oberhaupt noch brauchbar ist. Für solche "Bequemlösungen" sollte man kein Geld zum Fenster hinauswerfen! :wave

Gute Ladegeräte sind mit einer informativen LCD-Anzeige ausgerüstet und nicht nur für mehrere der gängigen Akkugrößen (26650, 18650, 14500, AA, AAA, 9V-Block) einsetzbar, sie erkennen auch welcher Art die Batterie ist, ob NiMH, Li-Ion oder LiFePO4 etc. und erkennen deren Polarisierung und Spannung, stellen sich selbst auf optimale Ladungsspannung ein, diese während des Ladevorganges den Charakteristiken der Batterien anpassend, unnötige Erwärmung vermeidend, und sie haben einen Überladungsschutz. Auch erkennen sie den technischen Zustand des Akkus, ob intern ganz oder teilweise beschädigt, und den Ladestand, zeigen die Ladungszuführung in mAh an. Letzteres ist gut geeignet, um einen relativ korrekten Wert der Ladungskapazität zu erhalten. Z. B. habe ich beim Laden von fast vollständig entladenen Eneloop lite mit anggebenen 950 mAh im ca. 70-minütigen Ladevorgang etwa 855 mAh zuführen können. Ein Indikator, dass die angegebene Ladungskapazität bei jenen nicht übertrieben ist. Bei Billigbatterien z. B. mit angegebenen 3.000 mAh und 15g Gewicht lag die Ladungszuführung bei 281 mAh in 29 Minuten, bevor "FULL" angezeigt wurde. Ich vermute, da hat man sich bei der Anzahl der Nullen vertan. ;)

Welches Ladegerät ich benutzt habe und empfehle? "Pro Soshine H2 LCD Display Car/Wall Battery Charger For 18650 26650 Li-ion" für US$ 19,73 incl. Versand. Es gibt die auch für nur eine Batterie oder 4 Batterien. Nachdem ich von dem für 2 Batterien begeistert bin, werde ich mir wohl noch eins für 4 Batterien anschaffen. Toll daran ist, dass man verschiedene Batterien gleichzeitig laden kann.

Und das Beste daran ist, dass man es nicht nur an der Steckdose betreiben kann. Für Betrieb an der Steckdose wird ein 12V-Adapter für 100 - 240V Wechselstrom 50-60Hz mitgeliefert. Für Betrieb im Auto ist ein Adapterkabel für die Zigarettenanzünderdose dabei. Für weitere Stromquellen ist ein USB-Kabel dabei, mit dem man es z. B. an ein kleines Solarpanel mit USB, einen Computer etc. anschließen kann.

7. Solar-Panele (zum Batterienladen)

So ziemlich jeder verantwortungsbewusste Expat im Isaan spielt zumindest zeitweise mit dem Gedanken, statt sich nur durch getönte Fensterscheiben und Klimaanlagen vor der Sonne zu schützen, diese auch zur Energiegewinnung, zur Unabhängigkeit vom hiesigen Stromnetz, zu nützen. Aber auch wenn Solarpanele und leistungsstarke Batterien durch die Konkurrenz der chinesischen Anbieter immer weniger kosten, ist der totale Umstieg immer noch mit zu hohen Kosten und Stolpersteinen verbunden. Geräte mit hohem Stromkonsum wie Klimaanlagen und Mikrowelle, Staubsauger, Durchlauferhitzer, Druckpumpe etc. stellen da sehr hohe Anforderungen.

Es bleibt, sich wenigstens teilweise, mehr oder weniger symbolisch, von der Netzabhängigkeit zu befreien, sei es durch Solarlampen wie weiter oben schon beschrieben oder durch vermehrten Einsatz batteriebetriebener Geräte, deren Batterien über Solarpanele geladen werden. Zwar sagen Viele, das Laden der Batterien aus der Steckdose koste doch nur minimal, haben dabei aber eher die Ersparnis beim Gerätebetrieb mit Akkus gegenüber Kohle-Zink- oder Alkaline-Batterien im Kopf. Nein, auch das Laden der Akkus kostet. Zwar liegt die Stromaufnahme z. B. meines Ladegeräts beim Laden von zwei Mignonzellen nur bei etwa 5 - 7 W pro Stunde, Dauer je nach Ladungskapzität ca. 2 - 3 Stunden, und entspricht eher einer kleinen LED-Leuchte. Aber auch eine kleine Lampe lässt man in der Regel nicht nutzlos brennen, wenn man die Betriebskosten sparen kann, oder zumindest sollte man das. Nach dem Motto: "Auch Kleinvieh macht Mist!" Und wenn man nur einen kleinen Tischventilator damit betreibt...

Kleine Solarpanele zum Trainieren des Stromsparens- bzw. Ausnutzens der hiesigen starken Sonnenenergie sind für wenige hundert Baht in den Elektronikgeschäften in Korat zu bekommen, oder sehr günstig übers Internet von China zu bestellen. Über ein kompatibles Ladegerät habe ich bereits berichtet. Es gibt da aber sicher noch weit mehr...

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