Wat Sala Loi in Korat

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Wat Sala Loi in Korat

Beitragvon KoratCat » 7. Okt 2015, 15:33

Gepostet am 26. Aug. 2007 um 12:37 Uhr von Werner Schwalm

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Vor etwa einem Jahr war ich mit meinem Besuch aus Deutschland schon einmal hier. Leider ohne Fotoapparat, doch mein Besuch hat eifrig geknipst. Leider habe ich nie ein Bild von meinen Gästen erhalten. Deshalb fahre ich heute mit Don dort hin, um einige Aufnahmen zu schießen, damit ich meinen längst überfälligen Bericht über dieses Kloster fertig stellen kann.

Wat Sala Loi ist nicht irgendein Wat, sondern von den religiösen Bauwerken Thailands wahrscheinlich das mit der modernsten Architektur. Nach der Überlieferung soll dieser Wat von der Volksheldin Thao Suranaree und ihrem Ehemann als Dank für die gelungene Vertreibung der laotischen Besatzer im Jahr 1827 erbaut worden sein. Die Überlieferung sagt weiter, dass in diesem Wat die sterblichen Überreste von Ya Mo, wie die Volksheldin Thao Suranaree auch genannt wird, beigesetzt wurden. Heute befinden sich diese Reliquien im Fuße des Sockels ihres Monuments im Stadtzentrum Korats.

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Es wird heiß heute. Als wir das alte sandsteinerne Eingangstor zum Klosterkomplex passieren sehen wir rechterhand mehrere mit Ornamenten verzierte Sandsteinsäulen, die schon recht alt sein müssen. Es sind Begräbnisstätten, in denen die restlichen Gebeine verstorbener Mönche aufbewahrt werden, die nach der Verbrennung des Toten mit der Asche übrig geblieben sind. An einer anderen Stelle sehen wir dann später im Klostergarten weitere Begräbnisstätten neueren Datums, die sämtlich mit den Bildern der hier beigesetzten Verstorbenen geschmückt sind.

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Wir fahren auf den großen Parkplatz des Klosters und stehen unmittelbar vor dem vor wenigen Jahren errichteten neuen Virhan des Klosters. Die weißen Bögen des Bauwerks leuchten in der gleißenden Sonne und vermitteln dem Betrachter eher den Eindruck vor einem Mausoleum zu stehen, als vor einem heiligen Virhan. Dieser Eindruck wird durch den etwas konisch angelegten Sockel noch verstärkt. Fürwahr, architektonisch ein gelungenes Werk. Betrachtet man das Gebäude etwas näher, welches der Gründerin des Klosters geweiht ist, dann kommt jedem der das Töpferdorf Dan Kwian schon einmal besucht hat, die rote Verkleidung der Außenwände sehr bekannt vor.

Tatsächlich hat man hier glasierte Tonplatten aus diesem nahe gelegenen Ort zu Reliefs mit buddhistischen Elementen zusammengesetzt. In dem quadratischen Sockel dieses Gebäudes sind nicht etwa religiöse Gegenstände oder eine Andachtstätte untergebracht, sondern ein neugieriger, der ebenerdig mal einen Blick hier herein wirft, erblickt Tische, Stühle, große Töpfe und jede menge Geschirr. All das wird sicher bei großen Veranstaltungen benötigt, um die Gäste bewirten zu können, oder wird bei Bedarf für größere Familienfeiern ausgeliehen.

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Steigt man von Westen kommend über die Empore zum Andachtsraum, erblickt man in dem dreiseitig offenen Gewölbe erwartungsgemäß keinen Altar mit einem Buddhabildnis, sondern die Statue von Thao Suranaree, vor der auf einem Tisch Blumenschmuck abgelegt oder Räucherstäbchen in dafür vorgesehene mit Sand gefüllte Behälter gesteckt werden.

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Verlässt man diese Stätte, fällt der Blick zwangsläufig auf das Krematorium des Klosters. Das steht am westlichen Rand der sakralen Gebäude und ist ebenfalls mit tönernen Reliefplatten aus Dan Kwian verkleidet.

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Wir wenden uns jetzt der Sala zu und passieren links den älteren Bauteil des Klosters, in der in einer offenen Halle die Mönche ihre Malzeiten einnehmen. Stirnseitig befindet sich der Eingang zu dem erhalten gebliebenen alten Bot, in dem wir die in dem neuen Virhan vermissten Buddhastatuen sehen.

Wahrscheinlich sind sie sehr wertvoll oder zumindest wichtig, denn in diesem kleinen Raum hält sich immer ein Mönch auf, der den kniend betenden Gläubigen einen Segen erteilt.

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Vor dem Eingang sieht man, dass das Kloster doch viel älter ist, als man beim Anblick der neueren Gebäude vermutet. Hier haben nämlich zwei große Trommeln ihren Standort, deren Patina auf viele Jahre schließen lassen und zwei schon etwas verwitterte Löwen aus Sandstein bewachen den Eingang.

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Bei unserem weiteren Rundgang passieren wir eine Wahrsagerin.

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Dann kommen wir zum Chedi, in dem die Reliquien von Yah Mo bis zur Errichtung ihres Denkmals ruhten. Da das Chedi recht klein ist, muss ich hier eine ganze Weile warten, bis sich für eine Minute mal keine knienden und betenden Menschen vor der kleinen, nach westen blickenden Yah Mo befinden und die Staue, sowie das Chedi verdeckten.

Dieses kleine Heiligtum ist meistens von Menschen belagert die im stillen Gebet eine Bitte vortragen oder sich mit Opfergaben für einen in Erfüllung gegangenen Wusch bedanken. Diese Gedenkstätte für Ya Moo wird weniger von Touristen als von den Einheimischen aufgesucht. Doch der Standort inmitten des Tempelkomplexes, wo keine große Betriebsamkeit herrscht, scheint den Einheimischen geeigneter für eine innige Anbetung zu sein, als das fast immer umlagerte Monument im Stadtzentrum.

Allzu gerne hätte ich ja die hier kniende Familie abgelichtet, die gerade dabei war der Yah Moo einen gekochten Schweinekopf zu opfern, doch ich wollte diese Zeremonie nicht stören. Die Leute blieben dort so lange so lange in kniender Stellung, bis die von ihnen angezündeten Räucherstäbchen verglimmt waren. Doch wer beschreibt mein Erstaunen, sobald die Räucherkerzen erloschen, wurde der schöne Schweinekopf vorsichtig in eine Plastiktüte gepackt und wieder mitgenommen.

Ähnliches habe ich übrigens schon öfters erlebt. So wird zum Beispiel bei religiösen Feiern in den Tempeln dem Wat neue Kutten und Dinge des täglichen Gebrauchs gespendet, die an und für sich in den Geschäften mehrere hundert Bath kosten, jedoch im Kloster schon für 100 Baht zu bekommen sind. All die schönen Sachen, darunter auch große Blumensträuße oder einzelne Blumen, die natürlich schon für 20 Baht im Kloster zu bekommen sind, werden, nach dem sie vor einer Buddhastatue abgestellt wurden und ein Mönch den Spendern seinen Segen erteilt hat, wieder abgeräumt, zu der Verkaufsstelle gebracht, wo sie dann mehrmals wieder an andere Gläubige verkauft wurden. Das so mehrfach eingenommene Geld kann dann von den Mönchen zum Erhalt des Klosters verwendet werden.

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Dann erregt jetzt ein in einem kleinen Blumengarten stehendes Holzhäuschen unsere Neugierde. Nach Osten hin ist das Häuschen offen und als wir hineinblicken, sehen wir im Zentrum die schwarze Statue eines alten Mannes. Das soll die Abbildung eines alten und sehr berühmten chinesischen Arztes sein. Da man direkt rechts neben dem Häuschen Zettelchen mit Prophezeiungen in SB kaufen kann, nehme ich an, dass der alte Doktor den Käufern Glück bringen soll. Jetzt geht es zurück und weil ich langsam aber merklich ans Schwitzen gekommen bin, bin ich nicht böse.

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Unter einem buschigen Baum kommen wir an einem chinesischen Buddha vorbei, der wohl für die vielen Chinesen Korats hier steht, zu einer auf Stelzen stehenden und überdachten Plattform.

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Hier halten sich mehrere traditionell kostümierte Männer und Frauen auf, von denen einige grade essen weil Mittag ist und die anderen tanzend und singend den Besuchern die Lebensgeschichte von Yah Mo nahe bringen. Einen Blick werfen wir noch auf eine, im Freien stehende Buddhastaue, deren frei hängender Kopfschutz unserer Interesse herausfordert. Ich denke erst, dass das ein Wetterschutz ist, doch Don belehrt mich, dass dieses kleine Dach Die Statue vor bösen Geistern schützt.

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Wenige Meter weiter erblicken wir eine weitere Staue der Yah Mo. Diesmal kniet die berühmte Frau in einem kleinen Pavillon, der, wie auch die anderen neueren Bauteile des Klosters, mit den schönen roten Keramikplatten aus Dan Kwian verkleidet ist.

Wir wenden uns um und stehen direkt vor der berühmten neuen Sala der Tempelanlage. Mit etwas Phantasie hat dieses Gebäude tatsächlich die Form eines überdachten Schiffes. Das Gebäude ist ebenfalls mit den tönernen Kunstwerken aus Dan Kwian verkleidet und ringsherum mit roten Ornamentsteinen abgegrenzt. Wahrscheinlich stand hier zu früheren Zeiten einmal ein anderes Gebäude, welches abgerissen wurde. Westlich und südlich lassen zwei Reihen gut erhaltener das Gelände abgrenzende Ornamentsteine dies zumindest vermuten.

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Über eine kleine Treppe, die von zwei weißen Äffen bewacht wird, von den sich einer die Ohren, der andere den Mund zuhält, treten wir jetzt in den Innenraum der 1967 erbauten Sala.

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Über die Inneneinrichtung braucht man nicht viel sagen. Hinter einem kleinen Altar steht an der westlichen Wand ein großer schneeweißer Buddha, der fast bis zur decke des Raumes reicht. Weiter befindet sich hier nur noch linksseitig ein kleiner Bücherschrank und rechtsseitig eine Standuhr. Beides wird wohl von dem Betrachter kaum wahrgenommen werden, denn der weiße Buddha dominiert und zieht alle Blicke auf sich.

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Auch die bronzenen Flügeltüren des Eingangs, auf der Ereignisse aus dem Leben Buddhas dargestellt sind, ändern nichts an dem Eindruck, den der weiße stehende Buddha bestimmt bei jedem Besucher auslöst.

Es war nicht geplant, sondern es hat sich so ergeben, dass wir dieses Gebäude am Ende unseres Rundgangs betreten haben. Nach meinem Empfinden ist die Sala im Wat Sala Loi nicht nur wegen der preisgekrönten Architektur, sondern auch wegen des gewaltigen Eindrucks, den diese Buddhastatue auslöst, der absolute Höhepunkt unseres an Eindrücken wirklich nicht armen Rundgangs.

Impressionen

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